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Till Ahrens - Blog

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Meditation in Taiwan mit Wàn Fù

Meditation-Taiwan Meditation in Taiwan

Wàn Fù ist mein chinesischer Name. Ich habe ihn von einer älteren taiwanischen Dame bzw. Wahrsagerin erhalten. Eigentlich aus zwei Gründen:

1. Ich brauchte einen Namen für meine Aufenthaltsgenehmigung in Taiwan (ARC = Alien Residence Card), da Taiwan keine Namen in lateinischer Schrift akzeptiert.

2. Hatte ich davon gehört, dass es in Taiwan durchaus üblich ist den Namen zu ändern, um sein Karma bzw. Schicksal (chinesisch: Yuánfèn) zu verbessern. Und ganz ehrlich, wer will das nicht? Einfach den Namen ändern und das Karma verändert sich automatisch. Das ist doch fantastisch, oder?

Also Till ist in Taiwan "Wàn Fù". Aber ich habe natürlich auch nichts dagegen, wenn du mich so in Deutschland anredest. Ich mag den Namen. 

Das Interesse in Taiwan an Meditation ist ziemlich groß. Es gibt etliche Klöster, Tempel und buddhistische Zentren und eigentlich habe ich nirgends so ein großes Angebot für Meditation erlebt wie hier in Taiwan.

Dennoch bin ich gebeten worden ein Seminar über tibetisch-buddhistische Meditation zu geben und auf dem folgenden Foto siehst du, wie wir gemeinsam die Meditation der Grünen Tara üben.

Die Mediation der Grünen Tara hilft dir, Ängste, Sorgen, mentalen und körperlichen Stress aufzulösen und sie trägt dazu bei, dass deine Beziehungen sich verbessern. 

Außerdem lösen sich Schwierigkeiten und negatives Karma auf, sodass deine Wünsche in Erfüllung gehen können. 

Während dieser Meditation stellst du dir die leuchtende Energieform des weiblichen Buddha "Tara" vor und singst oder rezitierst dabei ihr Mantra. Das Mantra der Tara lautet: OM TARE TUTTARE TURE SOHA.

Eine von mir angeleitete Version findest du hier zum Download...

Außerdem bin ich gebeten worden die 59 Losungen des tibetisch-buddhistischen Geistestrainings in der englisch sprechenden Studiengruppe in der größten buddistischen Organisation Taiwans, der "Tzu Chi Foundation" vorzutragen. 

Die 59 Losungen sind wertvolle alte tibetische Weisheiten, die dir helfen, alle Schwierigkeiten und widrigen Umstände im Leben in den Weg des Erwachens umzuwandeln.

Ich erläutere diese kraftvollen Weisheiten immer wieder in meinen Kursen und Seminaren. Auf den beiden folgenden beiden Fotos kannst du sehen, wie ich sie den taiwanischen Teilnehmern erläutere. 

Die Teilnehmer waren von den 59 Losungen so begeistert, dass wir einen zweiten Termin vereinbarten, um mit dem spannenden Thema fortfahren zu können.

Das buddhistische Geistestraining aus dem tibetischen Buddhismus war für die Teilnehmer eine vollkommen neue herangehensweise mit dem eigenen Geist in verschiedenen Situationen und Umständen zu arbeiten und das obwohl die meisten bereits über viele Jahre hinweg den Buddhismus studiert hatten.

Die Tzu Chi Foundation wurde von der buddhistischen taiwanischen Nonne und Meditationsmeisterin "Cheng Yen" die 1937 in Qingshui, einer Kleinstadt im Bezirk Taichung, Taiwan, geboren wurde, gegründet.

Als sie sieben Jahre alt war, erlebte sie die Luftangriffe des zweiten Weltkriegs auf das von Japan besetzte Taiwan. Diese grausamen Kriegserlebnisse prägten ihren jungen Geist zutiefst.

Als ihre Mutter wegen akuter Magenperforation operiert werden musste, einem damals sehr riskanten Eingriff, betete die 15-jährige Cheng Yen ernsthaft zu Avalokitesvara (dem Bodhisattva des Mitgefühls) und bot diesem an, 12 Jahre ihres Lebens als Austausch für die Gesundheit ihrer Mutter aufzugeben.

Um ihrer Frömmigkeit Ausdruck zu verleihen, verpflichtete sie sich, nur noch vegetarisches Essen zu sich zunehmen. Als sich ihre Mutter später ohne Operation erholte, entschied sich der junge Dharma-Meister Cheng Yen aus Dankbarkeit dafür, lebenslang Vegetarierin zu bleiben.

Als Cheng Yen 21 Jahre alt war, passierte ein Ereignis, das ihr Leben verändern sollte.

Eines Tages wurde ihr Vater plötzlich krank und er starb am nächsten Tag. Sein Tod war ein großer Schock für Cheng Yen und brachte sie dazu, viele Antworten auf Leben und Tod zu suchen. 

Zu dieser Zeit kam Cheng Yen mit dem Buddhismus in Kontakt. Sie lernte von den Lehren und kam allmählich zu der Erkenntnis, dass man die Liebe zur eigenen Familie auf die gesamte Gesellschaft und die gesamte Menschheit ausdehnen sollte.

Sie strebte fortan danach, sich um die große Familie der Menschheit anstatt sich nur um eine kleine Familie zu kümmern.

Im Jahr 1966 gründete Cheng Yen die Buddhist Compassion Relief Tzu Chi Foundation, die meist einfach als Tzu Chi bezeichnet wird. Sie begann mit einer Gruppe von dreißig Hausfrauen, die Geld sparten, um bedürftigen Familien zu helfen können.

Die Organisation wurde später eine der größten humanitären Organisationen der Welt und wurde schließlich zur größten buddhistischen Organisation in Taiwan.

Im Bild oben siehst du die taiwanische buddhistische Nonne und Meditationsmeisterin Cheng Yen auf dem Poster im Hintergrund.

Im Frühjahr 1966, als Cheng Yen einen Patienten in einer kleinen örtlichen Klinik besuchte, sah sie eine Blutlache auf dem Boden. Ihr wurde gesagt, dass das Blut von einer indigenen Frau stammte, die an Geburtskomplikationen litt.

Ihre Familie hatte sie aus ihrem Bergdorf getragen. Sie waren acht Stunden gelaufen, aber als sie im Krankenhaus ankamen, konnten sie die Kosten von NT $ 8.000 (~200 USD) nicht zahlen und die Frau blieb unbehandelt. 

Als Cheng Yen dies hörte, wurde sie von Trauer überwältigt. Sie dachte sich: Wie könnte sie als arme Nonne, die selber kein Geld hatte, diesen armen Leuten helfen?

Kurze Zeit später wurde sie von drei katholischen Nonnen besucht und sie diskutierten über die Lehren ihrer jeweiligen Religion.

Als Cheng Yen erklärte, dass der Buddhismus Liebe und Mitgefühl für alle Lebewesen lehrt, kommentierten die Nonnen: Warum gibt es denn dann keine Buddhisten, die gute Werke für die Gesellschaft leisten, wie etwa Pflegeheime, Waisenhäuser und Krankenhäuser?

Und weil die Begeisterung an den 59 Losungen nicht nur in Taiwan groß ist, sondern auch in Deutschland, habe ich ein buddhistisches Kartenset hier in Taiwan drucken lassen, was wesentlich günstiger ist als in Deutschland.

Allerdings haben meine Frau und ich alle Karten selber sortieren müssen, wofür wir fast zwei Tage gebraucht haben (s. Bild unten).

Die Vorderseite der Karte enthält jeweils eine der 59 Losungen (von mir aus dem Tibetischen übersetzt) wie z. B. die Losung: "Wenn die Welt voller Negativität ist, verwandle Schwierigkeiten in den Weg des Erwachens.", oder "Betrachte alle Erscheinungen als Traum."

Auf der Rückseite befindet sich ein Kommentar von mir, der dich dabei unterstützen soll, die Weisheit der jeweiligen Losung im Alltag anzuwenden und außerdem enthält er Erläuterungen, damit die Essenz der Losung wirklich klar ist. 

Es gibt zwei Möglickeiten, die Karten zu verwenden: Entweder du arbeitest die Karten systematisch der Reihe nach durch, also z.B. jeden Tag eine oder du ziehst jeden Tag eine zufällige Karte aus dem Stapel und versuchst, die Weisheit der Losung im Alltag anzuwenden bzw. zu üben.

Die letztere ist für die Meisten die spannendere Variante, da du feststellen wirst, dass du häufig eine Karte mit einem Thema ziehst, welches gerade in deinem Leben akut ist.

Du kannst die Kartensets in meinen Kursen und Seminaren erhalten. Sprich mich einfach beim nächsten Mal darauf an.

Auf dem folgenden Bild bin ich mit meinem tibetischen Freund Kün-Khyab Rinpoche zu sehen. Es ist ein buddhistischer Meditationsmeister, der sechs Jahre lang in vollständiger Zurückziehung verbracht hat.

Kün-Khyab Rinpoche lebt nun bereits seit einigen Jahren hier in Taipeh. wo er sein eigenes Meditationszentrum hat, in welchem er taiwanische Meditationsschüler betreut.

Er besitzt ausgezeichnete Meditationserfahrungen und ich hoffe, dass ich ihn auch Mal mit nach Deutschland bringen kann, damit er auch dort, seine tiefe Weisheit mit uns teilen kann.

Wenn du erfahren möchtest, wann und wo Meditationsveranstaltungen, Seminare und Kurse stattfinden, melde dich bitte für meinen News- und Weisheitsletter an.

Herzliche Grüße aus Taipeh
Till

Das Vesakh-Fest aus astrologischer Sicht
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Kommentare

Gäste - Cordula Gartmann am Sonntag, 28. April 2019 14:41

Danke, Wan Fu fuer den Bericht. Ich habe von meinem Lehrer einen tibetischen Namen erhalten. Ich benutze ihn aber nicht. Vielleicht sollte ich es tun und so mein Karma aendern?

Danke, Wan Fu fuer den Bericht. Ich habe von meinem Lehrer einen tibetischen Namen erhalten. Ich benutze ihn aber nicht. Vielleicht sollte ich es tun und so mein Karma aendern?
Till Ahrens am Sonntag, 28. April 2019 14:54

Ja, warum eigentlich nicht? Das ist bestimmt eine gute Idee.

Jeder Name hat seine eigene Energie und jedes Mal, wenn wir damit angesprochen werden, überträgt sich diese Energie auf uns.

LG von Wan Fu aus Taipeh

Ja, warum eigentlich nicht? Das ist bestimmt eine gute Idee. Jeder Name hat seine eigene Energie und jedes Mal, wenn wir damit angesprochen werden, überträgt sich diese Energie auf uns. LG von Wan Fu aus Taipeh
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